Internet-Provider Arcor hat also verschiedene kostenlose Porno-Websites wie Youporn gesperrt – mit durchsichtigen Motiven, weil sie nämlich von der deutschen Porno-Industrie, die ihre Filme lieber gegen viel Geld verkauft, unter Druck gesetzt wurden. Nun, über Porno mag man geteilter Meinung sein, aber unterm Strich läuft es auf etwas hinaus, wo bei mir der Spaß eindeutig aufhört: Zensur.
Liebe Arcors, behaltet von mir aus Eure deutschen Porno-Großkunden. Auf mich werdet Ihr jedenfalls ab sofort verzichten müssen. Denn wer erstmal das Eine zensiert, der zensiert auch bald das Andere. Vielleicht solltet Ihr Euer Geschäftsfeld lieber nach China verlagern. Da gehört Ihr nämlich auch hin, mit solchem Gehabe.
P.S.: Der Wechsel zu einem anderen Anbieter ging übrigens ganz flott. Keine 5 Minuten habe ich dafür gebraucht, Mitnahme der Rufnummern inklusive. Der DSL-Markt ist heiß umkämpt, und wer bereit ist, seinen Provider zu wechseln, wird von den anderen Anbietern geradezu hofiert. Es gibt echt keinen Grund, sich so etwas bieten zu lassen.

Freitag, September 14, 2007 at 2:21
„bald“ ist bereits eingetreten, zumal unverfängliche Seiten wie http://www.immobilienbrandt.com/ über Arcor ebenso nicht erreichbar sind.
Freitag, September 14, 2007 at 12:36
Rettet das WWW !!!!
Nur mit einer Flut von Kündigungen läßt sich ARCOR treffen !!
Also kündigt Eure Verträge – andere Provider werden sich dann ganz genau überlegen, ob sie dem Beispiel von ARCOR folgen !
Ich werde jedenfalls fristlos kündigen !!!!!!!!!!!!!!!
Samstag, September 15, 2007 at 8:47
Habe Arcor auf den Vertragsbruch und die Zensur hingwiesen und wollte von meinem Sonderkündigungsrecht gebrauch machen, allerdings läuft das nicht und sie lassen mich nicht aus dem Vertrag. Es kam folgende Antwort:
Sehr geehrter Herr ……,
vielen Dank für Ihre E-Mail vom 11.09.2007.
Arcor hat aktuell den Zugang zu zwei Internetseiten mit rechtswidrigen Angeboten gesperrt. Die
Seiten verstoßen gegen grundlegende Regeln für den Schutz von Kindern und Jugendlichen, hier
gegen den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag. Danach muss sichergestellt werden, dass bei
pornografischen Angeboten nur Erwachsene (über 18 Jahre) auf solche Inhalte zugreifen können.
Dies ist bei den besagten Seiten nicht der Fall.
Die Entscheidung zur Sperrung von Arcor ist nach intensiver Prüfung gefallen. Es handelt sich um
eine fallbezogene Maßnahme gegen die rechtswidrige Präsentation von Inhalten im Internet.
Deshalb stellt diese Maßnahme keine Zensur von Inhalten dar.
Wie Sie Ihrem Vertrag entnehmen können, haben Sie bei Vertragsabschluss eine Vertragslaufzeit
von 12 Monaten vereinbart. Diese endet am 02.06.2008.
Diese ist Bestandteil Ihres Vertrages und unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Sie haben mit
Ihrer Unterschrift diesem Vertragsbestandteil zugestimmt. Die Einhaltung der Vertragslaufzeit
bleibt somit für Sie verbindlich.
Bitte beachten Sie, dass bei einer fristlosen Beendigung des Vertrages eine Kündigungspauschale in
Höhe von 99,95 Euro brutto berechnet wird.
Sollten Sie eine fristlose Kündigung wünschen, bitten wir Sie, uns dies schriftlich mitzuteilen.
Sonntag, Februar 10, 2008 at 12:44
Arcor hat damit auch ein Vertragsbruch begangen die versuchen wieder ein nur Angst zu machen
das wird jeder Anwalt bestätigen
und somit gilt das Sonderkündigungsrecht!!!