Internet-Zensur


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NEXUS-Leser kennen die (von uns ins Deutsche übersetzten) Interviews von Project Camelot schon: Es handelt sich um Berichte von Zeitzeugen, die den Rahmen des Vorstellbaren um einige Dimensionen übersteigen. Project Camelot rangiert in unserer Redaktion ganz, ganz oben auf der Watchlist. Nun haben wir gerade eine interessante Mail der Betreiber erhalten, die wir hier für Sie übersetzen. Machen Sie sich Ihren eigenen Reim darauf!

„19 unserer 31 Videos wurden (wieder) aus Google gelöscht.
Dies bedeutet, dass wir mit Sicherheit irgendetwas richtig machen. Unser gesamtes Material liegt an mehreren Orten gesichert, aber es wird ein paar Tage dauern, um es neu aufzuladen. Wir entschuldigen uns für die widrigen Umstände.

Angriffe wie dieser werden uns nie stoppen. Für den Hacker, der dies liest: Bedenken Sie, dass wir dadurch nur noch entschlossener geworden sind, unsere Arbeit der größtmöglichen Öffentlichkeit bekannt zu machen. Die Wahrheit kann so einfach nicht gelöscht werden … und es besteht auch nicht die geringste Chance, dass wir dadurch den Mut verlieren.

Interessanterweise wurde uns mitgeteilt, dass Alex Jones kürzlich dasselbe passierte. Zumindest ein Teil der Absicht dahinter scheint darin zu bestehen, die Google Besucher-Zähler wieder auf Null zu setzen (was auch bei unseren Videos vor ein paar Monaten geschah). Sie können gerne mit uns zusammen darüber spekulieren, was hier abläuft und wer dafür verantwortlich ist.“

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Nachdem Arcor vor einer Woche – unter lautstarkem Kundenprotest (siehe meinen eigenen Beitrag) – verschiedene Websiten gesperrt hatte, haben die Konsumenten jetzt anscheinend erfolgreich mit den Füssen abgestimmt: Die Firma hebt die Sperrung wieder auf. Wir sollten uns ein wenig Zeit nehmen, diese Entwicklung nachhaltig und lächelnd zur Kenntnis zu nehmen.

So ist das also, wenn genügend Konsumenten sich zusammenschliessen. Gerade hatte mich noch eine Mitarbeiterin von Arcor darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Firma gar nicht anders könnte, denn der bereitgestellte Inhalt der gesperrten Betreiber verstoße gegen irgendwelche Paragraphen. Jetzt, wo sie tüchtig Geld verloren haben, sind diese gesetzlichen Vorschriften anscheinend doch nicht mehr so relevant, hi hi.

ÜBUNG ZWEI

Ok, Leute. Die erste Übung war einfach: Es ging ja nur um Porno, und da ist es natürlich leicht, sich dafür zu begeistern, gestehen wir’s uns ruhig mal ein. Als besonderes Ruhmesblatt braucht sich unser Kollektivbewusstsein diese Leistung natürlich noch nicht anrechnen. Aber wie hieß es schon immer? Porno paves the way on the Internet. Zu deutsch: Porno – wir machen den Weg frei!

Und jetzt, wo wir das hier durchgezogen haben, kommen durchaus noch andere Ziele in Sicht. Wie wär’s, wenn wir beim nächsten Mal ein noch besser gewähltes Anliegen ins Auge fassen? Es gäbe da einige Themen, die unser Engagement bestimmt viel mehr verdient hätten. Und nicht nur das. Auch wir hätten es verdient, unsere kollektive Intelligenz langsam erwachen zu lassen. Was könnten wir wohl noch alles erreichen, wenn wir so einig und entschlossen mit Konsumveränderung drohen, wie im Fall Arcor geschafft haben?

Wie wär’s etwa mit Tierversuchsfreier Kosmetik? Oder mit Nur-noch-Biolebensmittel-Kaufen?

Ich hoffe, Arcor war noch gar nichts. Und ich glaube, die Bloggerszene ist gerade erst dabei, ihre wahre Macht zu entdecken.

Wer das hier liest und noch kein Blog hat: Holt Euch einen kostenlosen Account, z.B. hier bei WordPress.com, und in fünf Minuten seid Ihr online.

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Internet-Provider Arcor hat also verschiedene kostenlose Porno-Websites wie Youporn gesperrt – mit durchsichtigen Motiven, weil sie nämlich von der deutschen Porno-Industrie, die ihre Filme lieber gegen viel Geld verkauft, unter Druck gesetzt wurden. Nun, über Porno mag man geteilter Meinung sein, aber unterm Strich läuft es auf etwas hinaus, wo bei mir der Spaß eindeutig aufhört: Zensur.

Liebe Arcors, behaltet von mir aus Eure deutschen Porno-Großkunden. Auf mich werdet Ihr jedenfalls ab sofort verzichten müssen. Denn wer erstmal das Eine zensiert, der zensiert auch bald das Andere. Vielleicht solltet Ihr Euer Geschäftsfeld lieber nach China verlagern. Da gehört Ihr nämlich auch hin, mit solchem Gehabe.

P.S.: Der Wechsel zu einem anderen Anbieter ging übrigens ganz flott. Keine 5 Minuten habe ich dafür gebraucht, Mitnahme der Rufnummern inklusive. Der DSL-Markt ist heiß umkämpt, und wer bereit ist, seinen Provider zu wechseln, wird von den anderen Anbietern geradezu hofiert. Es gibt echt keinen Grund, sich so etwas bieten zu lassen.